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Kochmonster

Liebe Hausfrauen!
Das Kochmonster verbeugt sich tief vor der Leistung unserer Mütter, Großmütter und Hausfrauen, die seit Jahrhunderten am heimischen Herd wahre Großtaten zur Sättigung ihrer Familien vollbringen.

 

Wenn wir Euch trotzdem hier nicht so gern dabei haben wollen, liegt das deshalb nicht an Euch selbst.

 

Keiner von uns Kochmonstern könnte sich so ernsthaft, so ambitioniert, so kreativ, so fundiert und so niveauvoll mit der Zubereitung von Speisen beschäftigen, wenn er zugleich einen Haushalt führen, eine Familie organisieren und Tag für Tag etliche hungrige Mäuler stopfen müsste.

 

Wenn Ihr, liebe Hausfrauen, also auf der Suche seid nach einem schnellen Rezept für Käsekuchen oder Würstchenauflauf, nach Anti-Aging-Gemüsen, Zero-Carb-Frigittediäten oder einfach nur die Kalorien von "Sommerliche Blattsalate ohne Putenbruststreifen" nachzählen wollt – ihr werdet das hier nicht finden. Geht bitte zügig weiter und trefft Euch auf den Küchenchefperfektesdinnerlisabackenseiten mit Euren Freundinnen.

 

Was haben Sie gerade gesagt? Sie wollen wirklich den Unterschied lernen zwischen Deglacieren, Degraissieren und Degorgieren? Sie wollen sich allen Ernstes drei Stunden in die Küche stellen, nur um eine kleine Variation von der Wildwassergarnele als Vorspeise für Ihre Freunde auf die Teller zu malen? Sie suchen tatsächlich keinen knatschgelben Plastikkochlöffel mit Quietscheentchenkopf, sondern eine perfekt wärmeleitende Stielsauteuse?

 

Herzlich willkommen, Schwester im Geiste – bitte melden Sie sich an, beim Kochmonster, jetzt gleich, hier rechts oben!

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19.06.2013   Sie befinden sich hier: kochwissen / länderkunde / Spanien / Madrid / 

 
Madrid

foto: Marrovi

„Tapear“ in der Hauptstadt

 

"De Madrid al cielo, y en el cielo una ventanita desde donde verlo" – „Von Madrid in den Himmel und von dort ein Fensterchen, um hinunterzuschauen.“ Die Madrilenen halten viel auf diesen alten Spruch und sind stolz auf ihr „Paradies“, auf ihre Hauptstadt, das Zentrum Spaniens. Die Einwohner Madrids genießen das pulsierende Leben in den Straßen bis zur späten Stunde und verbringen ihre Zeit auf den Terrassen der Cafés, in den Tabernas und Tascas.

 

————————————————————————————————————————— Stilvolle Hotels in Madrid findet man bei Spanien mit Flair. —————————————————————————————————————————  

 

 

Für Genießer ist la capital genau das Richtige, ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und Gastronomien. Denn die Küche Madrids ist geprägt durch den Zustrom der Menschen aus anderen Regionen – von Andalusien bis zum Baskenland  – und nicht zuletzt auch durch den Einfluss der kastilischen Nachbarregionen. Und so wird in Madrid gegrillt, gebraten und geschmort. Fleisch von Rind, Lamm und Schwein – und Fisch, der frischer nicht hier an der Küste sein könnte.

 

Tapas

Was aber die vielschichtige Küche Madrids am besten widerspiegelt, sind die kleinen Rationen, die Tapas, die man bevorzugt als Aperitif vor den Mahlzeiten zu sich nimmt. Das kann am späten Vormittag ein pintxo mit Tortilla sein und dazu eine caña, Bier vom Fass. Oder auch zwischendurch eine Auswahl der zahlreich angebotenen Muscheln, Calamares, eingelegten Sardellen, hausgemachten Kroketten oder Gambas – in jeder Form: gekocht, von der Plancha (auf der heißen Platte gebraten), al ajillo (mit Knoblauch) oder con gabardina (im Teigmantel).
Der so genannte tapeo oder picoteo – Tapas bzw. Kleinigkeiten essen – nimmt in der heutigen schnelllebigen Zeit jedenfalls mehr und mehr den Platz eines kompletten Essens ein. Bevorzugt werden die Tapas aber zusammen mit Freunden eingenommen. Man wandert von Bar zur Bar und probiert sich durch die Küche Spaniens: Fisch – frittiert, getrocknet und gesalzen oder geräuchert; gebratene Artischocken und Auberginen, die ganze Reihe hervorragender luftgetrockneter Schinken und Würste, Salate, ein paar Schnecken…

 

Wein

Trinkt man Wein, handelt es sich um einen chateo – ein chato ist ein kleines Glas Wein. Wenn aber – wie es manchmal der Fall ist – der richtige Wein ein Bier ist, spricht man von „ir de cañas“, Bier trinken gehen. Diese Art, freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, kann sich unter Umständen die ganze Nacht hinziehen.
Nach so einer durchzechten Nacht empfiehlt sich, eine der Chocolaterías aufzusuchen, die teils schon sehr früh öffnen, und sich mit churros oder porras, Fettgebackenem, und einer Tasse heißer, dickflüssiger Schokolade die nötige Bettschwere zu verschaffen.

 

 

Patatas bravas (Wilde Kartoffeln)

Hunderte Rezepte existieren für die Begleitung der knusprig frittierten Kartoffeln. Traditionell werden sie mit einer pikanten Sauce und Olivenöl übergossen, andernorts sind sie umhüllt von einer Mayonnaise oder Alioli.

 

Das folgende Rezept sieht beides vor:
Salsa brava für 4 Pers.: 4 reife Tomaten, 2 EL Olivenöl, 1 TL Zucker, 1 Lorbeerblatt, 1/2 TL Paprika, 1 Msp. Cayennepfeffer, 1 TL Sherryessig, Salz
Kartoffeln: 2 Tassen Olivenöl virgen extra, 1/2 kg Kartoffeln, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten, Salz, 4 EL Alioli, eventuell 1 TL klein gehackter Schnittlauch

 

Für die Salsa brava die Tomaten halbieren und in eine Schüssel reiben. Auf kleinem Feuer in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die geriebene Tomate, Zucker, Lorbeerblatt, Paprika und Cayennepfeffer zufügen. Hitze ein wenig stärker schalten, und die Sauce etwa zehn Minuten kochen, bis sie auf ein Viertel reduziert ist und ein dunkleres Rot annimmt. Pfanne vom Herd ziehen. Essig und Salz zufügen. Für die Zubereitung der Kartoffeln das Olivenöl in eine tiefe Pfanne gießen und auf 135 Grad erhitzen. Langsam die Kartoffeln darin frittieren, das dauert etwa zehn Minuten. Sie werden keine Farbe annehmen, aber vollständig weich sein. Das lässt sich mit einem Holzstäbchen überprüfen. Kartoffeln herausnehmen und abtropfen lassen. Nun die Temperatur auf 180 Grad erhöhen, Kartoffeln erneut in die Pfanne geben und etwa sechs Minuten frittieren, bis sie knusprig und gebräunt sind. Abtropfen lassen und je nach Belieben salzen. Die Salsa brava auf einen Teller geben, darauf die Kartoffeln verteilen. Mit ein wenig Alioli versehen und mit Schnittlauch bestreuen. Ein paar kleine Holzspießchen auf eine Seite des Tellers legen. Tipp: Man könnte auch die Kartoffeln zuvor kochen und dann kurz vor dem Servieren im sehr heißen Öl frittieren.

 

Gambas al ajillo (Knoblauchgarnelen)

Eine Tapa par excellence. Ein einfaches, schnelles Gericht; nichts Besseres für die Geschmacksnerven.

 

Für 4 Pers.: 1/4 Tasse Olivenöl, 6 Knoblauchzehen, geschält und in feine Scheiben geschnitten, 20 große Garnelen (gambas, ca. 1/2 kg), geschält und ohne Darm, 1 rote Pfefferschote, 1 TL Cognac, 1 TL gehackte Petersilie, grobes Meersalz (z.B. Maldon), gutes Brot zum Eintunken

 

Das Olivenöl in einer Pfanne auf mittlerem bis lebhaftem Feuer erhitzen. Den Knoblauch etwa zwei Minuten braten, bis er anfängt Farbe zu nehmen.
Gambas und Pfefferschote zufügen. Garnelen zwei Minuten auf jeder Seite braten.
Mit Cognac beträufeln und eine weitere Minute köcheln lassen. Mit Petersilie und Salz bestreut servieren.

                                                                        Claudia Mussotter

 

 Rezept-Tipp: Mejillones en escabeche (Marinierte Miesmuscheln)


  plat du jour
koch der woche

Joan Roca

Der frisch gebackene "Beste Koch der Welt", der in der aktuellen globalen Rangliste des britischen "Restaurant"-Magazins sogar den hochgelobten Kopenhagener René Redzepi überrundete, kocht seit Jahrzehnten im eigenen Restaurant "Celler de can Roca" im nordspanischen Girona gemeinsam mit seinen Brüdern auf Dreisterne-Niveau. In seinen Gerichten vereint er die kulinarische Tradition Kataloniens mit der Feinsinnigkeit globalisierter Highend-Kochkunst.

 

Kochmonster präsentiert in den kommenden Tagen mehrere komplexe Rezepte, die Joan Roca anlässlich seiner Woche als Gastkoch in Roland Trettls Restaurat "Hangar 7" im Salzburger Flughafen gekoch hat . Zu den Rezepten...



das jüngste gericht

Filetto al sale

Der Berliner Szene-Italiener Pino Bianco über sein Hauptgericht: "In der Basilikata wird für dieses Gericht, das es natürlich nur an besonderen
Tagen gibt, das Rinderfilet von einem Podolica-Rind verwendet. Dieses Fleisch ist teuer, aber an besonderen Tagen darf es auch etwas Besonderes sein."   Zum Rezept...



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Vakuumiergerät und Sous-Vide  

 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

 

 


 



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