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**Abbey, Abbaye, Abdij Bier
**Obergäriges Klosterbier aus Belgien. Der Braustil wurde den Trappistenbieren nachempfunden. Die Biere werden unter Lizenz eines Klosters hergestellt.
Abfüllen
Nach ausreichender Reifung wird das Bier filtriert oder naturtrüb in Flaschen, Fässer oder Dosen abgefüllt. Bei bestimmten Bieren, z.B. Oscur von Braufactum, erfolgt in der Flasche eine zweite Gärung (siehe Flaschengärung). Abgefüllt wird das Bier in speziellen Füllanlagen, die bis zu 100.000 Flaschen pro Stunde füllen, verschließen und etikettieren können. Hierbei ist sauberes und sauerstofffreies Arbeiten oberstes Gebot.
Abläutern
Trennen der festen und flüssigen Bestandteile der Maische. Die Würze wird hierbei in speziellen Gerätschaften (Läuterbottich oder Maischefilter) von den Trebern getrennt. Dabei nutzt der Brauer die äußeren Malzkornschicht (Spelze) als natürliche Filterschicht. Zurück bleiben Treber, welche zum Brotbacken oder als hochwertiges Tierfutter verwendet werden. Die Würze erhält anschließend den Hopfen und wird gekocht (siehe Würzekochen).
Ale
Typische Ales wie Mild, Bitter, Pale oder India Pale Ales entstehen durch den Einsatz von obergäriger Hefe. Traditionell werden diese in Kombination mit höheren Gärtemperaturen eingesetzt. Besonders in Großbritannien ist der Begriff Ale im Sprachgebrauch tief verwurzelt und wird dort oft auch als Synonym für Bier im Allgemeinen verwendet.
Typische Ales bei Braufactum:
Marston's Pedigree V.S.O.P. (Very Special Old Pale)
Braufactum Clan Scotch Ale
Alkoholfrei
Alkoholfreie Biere dürfen in Deutschland bis zu 0,5 vol % Alkohol enthalten, da dieser Alkoholgehalt keinen physiologischen Einfluss hat. Alkoholfreie Biere werden auf unterschiedliche Art und Weiße hergestellt. Bei der sogenannten gestoppten Gärung wird die Temperatur kurz vor Erreichen des zugelassenen Alkohlgehaltes gesenkt und die Hefe entfernt. Bei der Entalkoholisierung wird dagegen der entstandene Alkohol nachträglich durch verschiedenen Verfahren entzogen.
Alkoholgehalt
Der Alkoholgehalt eines Bieres hängt von der Menge an vergärbaren Zucker in der Bierwürze ab. Die Stammwürze des Bieres beschreibt alle gelösten Stoffe in der Würze. Grob kann man selbige in vergärbare Zucker und unvergärbaren Extrakt einteilen. Je höher die Stammwürze ist, desto höher ist die Menge an vergärbaren Zuckern und desto mehr Alkohol bildet die Hefe bei der Gärung. Der vergärbare Zucker wird zu 50% in Alkohol und zu 50% zu Kohlensäure durch die Hefe umgewandelt. Alkohol ist wichtiger Geschmacksträger. Übliche Alkoholgehalte für ein Pils liegen bei 4.5 - 4.9 % und für ein Export bei 5.0 - 5.5 %. Das stärkste Bier braut der Gunzenhausener Georg Tscheuschner. Sein Starkbier („Schorschbock 43“), welches in Kleinstauflage hergestellt und in mit Siegelwachs handverschlossenen Keramikflakons angeboten wird, hat 43% Alkohol.
Alphasäure
Als Alphasäuren werden die Bitterstoffe des Hopfens bezeichnet. 2-20% Hopfenbitterstoffe sind im Hopfen enthalten. Sie sind wichtig für die Bittere, den Schaum und die Haltbarkeit des Bieres. Alphasäuren werden beim Kochen des Hopfens in eine lösliche Form umgewandelt.
Alsterwasser
Mix aus Bier und Zitronenlimonade, im Süden Deutschlands Radler genannt (im Rheinland und Berlin teilweise mit Orangenlimonade gemischt).
Altbier
Vor der Erfindung der Kältemaschine konnte ganzjährig nur mit obergäriger Hefe Bier gebraut. Danach war man in der Lage auch untergärige Biere während der Sommermonate zu brauen. Das Altbier welches, anders als Weizenbier, hauptsächlich mit Gerstenmalz hergestellt wird, aber ebenfalls obergärig ist, wurde nun als „urtümlich“ oder auf „alte Weise“ hergestellt angesehen. Daraus ergab sich die Bezeichnung Altbier. Heutzutage ist es eine rheinische obergärige Bierspezialität. Die dunkle Färbung (Bernsteinfarben bis dunkelbraun) und der runde Geschmack resultieren aus der Verwendung von dunklem, insbesondere geröstetem Gerstenmalz. Altbier-Hochburgen sind Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach. Die Wurzeln des Altbiers liegen in Westfalen und im angrenzenden Niedersachsen, wo das Altbier bis ins späte 19. Jahrhundert die einzig hergestellte Biersorte war.
Amylasen
Amylasen sind Enzyme welche beim Maischen im Sudhaus Stärke in Malzzucker aufspalten. Sie werden auf natürlichem Wege bereits auf dem Feld und dann bei der Keimung des Getreidekorns gebildet.
Anstellen
Einleitung des Gärprozesses, bei dem die Hefe der Würze beigemengt wird. Die fertige Bierwürze vorher gekühlt (nun spricht man von Anstellwürze) und belüftet.
Aufbewahrung
Bierflaschen sollten stehend, kühl und dunkel gelagert werden.
Ausstoß
Der Ausstoß gibt die Menge an Bier in Hektolitern (1hl = 100l) an welche von einer Brauerei innerhalb eines Jahres produziert wird. In Deutschland werden jährlich rund 100 Millionen Hektoliter Bier gebraut.
Aroma
Das Aroma des Bieres hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die Härte des Wassers, die Qualität und Art der Malze und des Hopfens sowie dessen Verwendung sind dabei ebenso entscheidend wie die Art der verwendeten Hefe, die Gärführung und die Reifung.
Aromahopfen
Die Hopfensorten werden in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt. Den Aromahopfensorten und den Bitterhopfensorten. Aromahopfensorten haben weniger Bittere besitzen aber in der Regel einen höheren Gehalt an ätherischen Hopfenölen. Diese sind verantwortlich für das angenehme Hopfenaroma von hopfenaromatischen Bieren. Aromahopfen wird erst spät zum Kochprozess gegeben um weniger ätherische Öle zu verdampfen.
Atorbiere
Starkbiere, deren Namen auf "-ator" enden, z.B. Salvator, Sympator, Triumphator oder Kulminator.