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Willkommen in der Hölle

Ende April in Hamburg: ein Wetter, das dem Monat alle Ehre macht. Saukalt, stürmisch, immer wieder feiste Winde mit Graupel, Hagel und Starkregen, dazwischen brutale Sonne auf dem Kochmonster-Balkon.

Der DHL-Versand klappte über Nacht, der DHL-Bote ist ausreichend gewarnt, dass er hier lebende Fflanzen umherträgt:

Die 18 Pflanzen unterschiedlicher Sorten, die uns "Tomatenmitgeschmack" (in Kürze hier auch mehr über die einzelnen Sorten) zugeschickt hat, kommen allesamt unversehrt an. Jörn Meyer hat vor Jahren hierfür eigene Versandkartons entwickelt, die ein Höchstmaß an Schutz bieten: sechs Pflänzchen pro Riesen-Karton, jedes im Plastiktöpfchen mit Erde, von Plastiktüte umhüllt, in fester Fixierung mit viel Holzwolle drumherum.

Drei Kartons mit allen 18 Pflanzen

Natürlich entsteht durch diese Lieferart jede Menge Verpackungsmüll, der aber mit wenigen Handgriffen sortiert (Pappe; Plastik) werden kann. Auch preislich ist diese Methode, sich Tomatenpflanzen auf den Balkon zu holen, weit jenseits von Baumarkt oder Gartencenter: Meyer verlangt 3 Euro pro Pflanze und pauschal 7 Euro für den Versand (Menge egal). Andererseits haben uns mindestens sieben der zehn 2009 von "Tomatenmitgeschmack" bezogenen Pflanzen mit derart delikaten Früchten überzeugt, wie wir sie zumindest in Norddeutschland auf keinem Wochenmarkt auch nur annähernd so geschmacksintensiv gefunden haben.

2009 ernteten wir insgesamt – ohne Gewächshaus, brutal offen auf dem Balkon gezogen – mehr als 70 Kilo feinster Tomaten. Mal sehen, was 2010 uns beschert. Jetzt müssen die Pflanzen erst einmal mental hier ankommen, in ein paar Tagen melden wir uns wieder mit Teil Zwei der TOMSAGA: Das Umtopfen.