D
Kochwissen › warenkunde › bierwissen › bierlexikon
Dampfbier
Dampfbier ist ein obergäriges, nur leicht gehopftes Bier gebraut ausschließlich aus Gerstenmalz. Den Namen erhielt es von den Braumeistern, weil die Gärung bei hohen Temperaturen (ca. 20°C) stattfindet. Bei dieser Art des Gärverfahrens kommt es zur so genannten kochenden Gärung, d.h. dass an der Oberfläche des Jungbieres im Gärbottich die zerplatzenden Kohlensäurebläschen wie Dampfbläschen an der Oberfläche eines Kochtopfes aussehen.
Darren
Trocknen der gekeimten Gerstenkörner in der so genannten Darre – eine Gerätschaft, in der das sogenannte Grünmalz (gekeimte Gerste) auf einem Siebboden liegt und von unten mit heißer Luft durchströmt wird. Dadurch erreicht man eine Trocknung der Gerstenkörner und bildet das aromatische Malzaroma aus. Nach diesem Vorgang spricht man nicht mehr von Gersten- sondern von Malzkörnern.
Diacetyl
Der Vorläufer des Diacetyls wird während der Hauptgärung als unerwünschtes Stoffwechselprodukt gebildet. Dieses Vorprodukt wandelt sich dann im Jungbier in Diacetyl um. Bei einer korrekten Nachgärung wird das gebildete Diacetyl wieder von der Hefe aufgenommen und in andere Stoffe umgewandelt. Schon in kleinen Mengen verursacht Diacetyl einen Geruch und Geschmack der an Butter erinnert.
Dinkelbier
Für Dinkelbier wird statt Gerstenmalz Dinkelmalz verwendet.
Doemens
In diesem Institut im bayerischen Gräfelfing werden Fachleute für Brauwesen und Getränketechnik, sowie seit einigen Jahren auch Biersommeliers ausgebildet.
Doppelbock
Besonders starkes Bier. Muss mit mind. 18% Stammwürzgehalt nach dem Gesetz noch stärker als Bockbier sein.
Dortmunder
Dortmunder Bier (auch Dortmunder Helles oder Dortmunder Export genannt) ist ein helles, untergäriges Vollbier. Typisches Dortmunder Export besitzt eine kräftige gold-gelbe Farbe, einen kräftigen-malzigen Charakter und eine dezente Süße. Es ist moderat gehopft und somit herber als ein Münchner Helles, aber nicht ganz so herb wie ein Pils.
Dosenbier
Die Brauerei Gottfried Krueger in Newark (New Jersey) füllte 1933 erstmals für Testzwecke Krueger's Special Beer in Dosen ab. Am 24. Januar 1935 stand Dosenbier in den USA zum ersten Mal in den Regalen der Geschäfte. Noch im selben Jahr wurden in den USA 200 Millionen Bierdosen verkauft. Die ersten Bierdosen hatten noch keinen integrierten Verschluss, sondern mussten mit einem spitzen Gegenstand ("Church Key“, deutsch: Kirchenschlüssel), „angestochen“ werden. In Deutschland wurde die erste Bierdose 1951 von der Henninger Brauerei mit der Biersorte "Henninger Export" in Frankfurt abgefüllt. Für die Abfüllung in Dosen werden heute in Deutschland 0,33-, 0,5-, oder 5-Liter-Getränkedosen aus Weißblech oder Aluminium verwendet.
**Double, Dubbel
**Ein Obergäriges belgisches Bier. Die Wurzeln dieses Bierstils werden in dem Trappisten Kloster von Westmalle gesehen, in welchem seit 1836 ein süßlicheres Witbier mit moderatem Alkoholgehalt gebraut wird. Der erste schriftliche Nachweis für den Verkauf dieses Bieres von dem Westmalle Kloster wurde 1861 gemacht. Nachdem die Bezeichnung in Dubbel geändert wurde und Abbey Biere nach dem zweiten Weltkrieg in Belgien populär wurden kopierten einige belgische Brauereien den Bierstil des Westmalle Dubbel. Es ist heutzutage aber nicht möglich den Stil eines Dubbel genau zu definieren.
Dry Beer
Biere welche eine mildere Anlehnung an das deutsche Diät Pils sind. Der Name Dry Beer für diesen Bierstil wurde zuerst in Japan eingeführt und aufgrund des großen Marketing Erfolges später auch in Nordamerika genutzt. Amerikanisches Dry Beer ist noch milder als japanisches. Beide sind hoch Vergoren und erwecken so den Eindruck eines trockenen Geschmacks. Der hohe Vergärungsgrad wird durch ein spezielles Herstellungsverfahren erreicht. Der Alkoholgehalt liegt dennoch bei normalen 5%.
Dry Stout
Die urtypischen dry stouts, auch irish stouts genannt (in Irland, lean dubh, "black ale" genannt) schmecken herb und kaffeartig, sind tiefschwarz in ihrer Farbe, mit vollmundigem Aroma und cremigem Schaum (meist erzeugt durch ein spezielles Zapfsystem welches mit Stickstoff betrieben wird). Die bekanntesten Beispiele sind Stouts der Brauereien Guinness, Beamish und Murphy. Allerdings gibt es auch viele kleine Craftbreweries welche hervorragende dry stouts produzieren. Der Alkoholgehalt und die trockene Anmutung kann von Brauerei zu Brauerei variieren.